Einblick in die Arbeit eines Mediums

Als Interessent oder Klient fragst du dich vielleicht, wie ein Medium arbeitet und wie so ein Jenseitskontakt überhaupt funktioniert. Gern gebe ich dir einen persönlichen Einblick dazu. Er ist persönlich, denn vieles würden andere Medien sicher genauso beschreiben, während es bei anderen auch Unterschiede geben kann. Mehrere Faktoren spielen mit hinein.

Die Erfahrung eines Mediums

Wie bei allem, was wir tun, spielt die Erfahrung eine große Rolle. Ob jemand seit einem oder seit zwanzig Jahren Automechaniker, Bäcker, Jurist oder Medium ist, macht einen deutlichen Unterschied. Ein gutes Medium zu sein bedeutet, dass es vor allem in der Beweisführung eine Trefferquote von mindestens 80% haben sollte. Alles darunter ist ein bisschen wie Rätselraten, eine 50:50-Chance, dass die eine oder andere Antwort stimmt, was mit Medialität nicht viel zu tun hat. Hierin wird ein Medium nur durch viele, viele Kontakte und das nachträgliche Reflektieren richtig gut. Wie lange ein Medium braucht, um diese mindestens 80% zu erreichen, ist m.E. individuell sehr verschieden und hängt von seinem Talent, seiner Ausbildung und seinem Engagement – seinem Herzblut – ab. Auch Mut gehört dazu, immer wieder zu üben und ins kalte Wasser zu springen, vor allem am Anfang.

Einblick in einen Jenseitskontakt

Was tut nun ein Medium im Kontakt genau? Es empfängt Botschaften des Verstorbenen über die Hellsinne. Die Hellsinne sind individuell ausgeprägt, jedes Medium hat hierbei seine Stärken und Schwächen. Manche Klienten denken, es sei so, als würde das Medium einen Fernseher einschalten und müsse nur noch berichten, was es sieht und hört. Ganz so leicht ist es leider nicht. Verstorbene senden Signale aus und das Medium muss sich zunächst einmal auf denjenigen “scharf schalten”, d.h. die richtige Frequenz finden. Kommen eher Bilder oder Gefühle oder redet derjenige mehr? Nutzt der Verstorbene Symbole, wenn ja, welche? Hat er Humor, ist er ironisch, misstrauisch oder will er gar nichts sagen?

Beispiel: Der Verstorbene sendet das Bild eines Autos. Ist derjenige leidenschaftlich gern Auto gefahren, war er Automechaniker oder ist bei einem Autounfall gestorben? Das Medium muss sich herantasten, den Verstorbenen befragen und Symbole und Botschaften in einen Gesamtkontext stellen, wie ein Puzzle. Was dem Angehörigen zunächst falsch erscheint, kann im weiteren Verlauf durchaus einen Sinn bekommen. Hinzu kommt die notwendige Fähigkeit, mediale Botschaften für den Klienten in eine verständliche Sprache zu übersetzen.

Fehler im Jenseitskontakt

Wie oben erwähnt, ist eine Trefferquote von mindestens 80% erstrebenswert. Dies bedeutet, dass Fehler in der Beweisführung durchaus passieren können und auch dürfen. Kein Klient darf erwarten, dass 100% der Antworten stimmen. Oftmals muss die Antwort auch in einen Kontext gesetzt werden, um verstanden zu werden. Beispiel: Eine Verstorbene schildert, dass sie sich als Kind so fühlte, als sei sie einer anderen Welt zugehörig und oft in Gedanken woanders. Die Klientin sagte, das stimme nicht. Im weiteren Verlauf jedoch bekam diese Aussage einen Sinn, da die Verstorbene als Kind vielen Qualen ausgesetzt war und sich oft in sich zurückzog. “Fehler” ist also ein relativer Begriff. Sagt das Medium jedoch beispielsweise, dass der Verstorbene einen tödlichen Autounfall hatte, er aber an einem Herzleiden im Krankenhaus starb, ist dies zweifelsohne ein Fehler.

Die Persönlichkeit des Mediums

Dies ist ein wichtiger Punkt, denn ein Medium wird nicht “nur” mit dem Verstorbenen konfrontiert, sondern auch mit einem trauernden Angehörigen. Hinzu kommen möglicherweise tragische (Familien)-Geschichten, aufwühlende Gespräche, starke Emotionen. All dem muss das Medium psychisch gewachsen sein und damit umgehen können. Es braucht ein Maximum an Einfühlungsvermögen, Empathie und Liebe für alle Beteiligten im Kontakt. Zudem muss das Medium die Fähigkeit haben, mit Worten seiner Empathie und Liebe Ausdruck zu verleihen. Deswegen ist es gut, wenn das Medium seine eigenen “Hausaufgaben” in diesem Bereich schon gemacht hat, d.h. auf einer geerdeten und fundierten spirituellen Entwicklung als Fundament steht. Hinzu kommt die Bereitschaft, sich immer weiter entwickeln und lernen zu wollen.

Die Verbindung zwischen Klient und Medium

Diese ist sehr wichtig! Überrascht? Ja, denn je besser Klient und Medium auf einer Wellenlänge sind, desto leichter klappt der Jenseitskontakt. Besonders schwer ist es mit Skeptikern, die diesen Weg eben halt mal versuchen wollen, obwohl sie nicht wirklich dran glauben. Meistens wird dies ein eher schwieriger Kontakt (muss aber nicht unbedingt). Klienten möchte ich raten, dem Medium offen und freundlich gegenüber zu begegnen, denn umso besser klappt der Einstieg und auch das ganze Gespräch. Denn schließlich werden in einem Kontakt persönliche und emotionale Themen besprochen, wozu einfach eine gute Vertrauensbasis gehört.

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